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Do., 26. Jan. 2017 – Fraunhofer FOKUS, Berlin

Von klassischen Fachverfahren zu modernen Anwendungslandschaften

++++ Rückschau 1. Konferenz IT-Konsolidierung 2015++++



Auf Einladung von Fraunhofer FOKUS trafen sich am 26. Januar in Berlin über 200 IT-Experten der öffentlichen Verwaltung, Forschung und der eGovernment-Wirtschaft, um über die besten Lösungen zur Konsolidierung von Fachanwendungen zu diskutieren. In 14 hochkarätig besetzten Vorträgen wurden Strategien, Lösungskonzepte und Praxisbeispiele aus Bund, Ländern und Kommunen vorgestellt. Die Veranstaltung war bereits zwei Wochen zuvor restlos ausgebucht.

Was machen wir mit den alten Fachverfahren? Wie sieht eine moderne Architektur aus und wie kommen wir zu ihr? An welcher Stelle steht der Bund in seinen Konsolidierungsbemühungen? Und, was sind die Show-Stopper in den Projekten? An Fragen mangelt es nicht, wenn es um das Thema der Anwendungskonsolidierung in der öffentlichen Verwaltung geht. Fraunhofer FOKUS hatte daher hochkarätige Vertreter aus allen föderalen Ebenen und der Industrie eingeladen, um ihre Strategien, Konzepte und Erfahrungen aus erfolgreichen Konsolidierungsprojekten vorzustellen.

MinDir Stefan Krebs, Landes-CIO Baden-Württemberg, machte dabei den Auftakt und stellte seine Digitalisierungsstrategie vor, wobei er vor allem organisatorische Aspekte dieser gewaltigen Veränderungsaufgabe in den Mittelpunkt stellte. Eine Positionsbestimmung für das Konsolidierungsprojekt des Bundes nahmen Hans-Georg Göhring, Direktor ITZBund, und Dr. Heike Stach, Teilprojekt-Leiterin „Gemeinsame IT des Bundes“ am Bundesministerium des Innern, vor. Ein wesentlicher Bestandteil war dabei die Dienstebereitstellung aus der Bundescloud. So kündigte Herr Göhring als erste Anwendung in der Bundescloud eine kostenlose Entwicklerplattform an und Frau Dr. Stach stellte bis 2025 2 Basis- und Querschnittsdienste je Funktionalität in Aussicht.

Im weiteren Verlauf des Vormittags kam dann auch die eGovernment-Wirtschaft zu Wort und stellte State-of-the-Art-Architekturen (Capgemini), neue Paradigmen der Software-Entwicklung (Atos) und agile Organisationen (Cassini) vor. Einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren für IT-Projekte überhaupt – die Usability – nahm FOKUS-Expertin Stefanie Hecht in den Blick und präsentierte Standards, Methoden und Vorgehensweisen, um Anwendungen nutzerzentriert zu entwickeln.

Dass es neben Hemmnissen aber auch echte Digitalisierungs-Beschleuniger gibt, stellte Ines Fiedler, Vorständin des ITDZ Berlin, heraus und verwies auf das eGovernment-Gesetz im Land Berlin. Sie leitete damit den Nachmittag der Best Practices ein. Die mehr als 200 Besucher bekamen hier einerseits Einblick in die Leuchtturm-Projekte auf Bundesebene im Bundesverwaltungsamt und im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Anderseits wurden aber auch kleinere und vielleicht weniger bekannte Erfolgsbeispiele diskutiert, wie z. B. aus dem Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein und die „Kooperative Leitstelle“ der Berliner Polizei und Feuerwehr. Zudem kamen auch die Fachverfahrenshersteller, vertreten durch den Databund e.V., zu Wort und betonten die Rolle des Wettbewerbs als wesentlichen Motor der Digitalisierung.

Die Konferenz wurde mit Unterstützung von Capgemini, Cassini und Atos sowie dem Medienpartner Behörden Spiegel organisiert und soll im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden.

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