COCO, Veranstaltung Header, Dezember 2017
Mi., 21. März 2018 bis Do., 22. März 2018 – Fraunhofer FOKUS, Berlin

Session »Digitale Gesellschaft«

Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und öffentliche Verwaltung

Schwerpunkt der Session »Digitale Gesellschaft« waren die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft und insbesondere auf die öffentliche Verwaltung. In seinem Eröffnungsvortrag »Die digitale Verwaltung – Gestern, heute, morgen« sprach Dr. Matthias Flügge, Geschäftsbereichsleiter Digital Public Services bei Fraunhofer FOKUS, über die Entwicklung der digitalen Verwaltung über die Zeit. Anhand der Themen Online-Bürgerdienste, verwaltungsinterne IT und Open Government konnten die Gäste die Entwicklung der digitalen Verwaltung verfolgen. In anschließenden Beispielen aus der aktuellen FOKUS-Forschung wurde ein Ausblick in die Zukunft der Verwaltung gegeben. In dieser müssen Bürgerinnen und Bürger nicht mehr mit Bescheinigungen von einer Behörde zur nächsten laufen. Automatisierte Verwaltungsverfahren und vernetzte Register machen es möglich. Sachbearbeiter werden durch bessere Usability und entscheidungsunterstützende Systeme bei Ihrer täglichen Arbeit entlastet. Zudem wird es in der öffentlichen Verwaltung in Zukunft auf ein strategisches und systematisches Datenmanagement ankommen. »Erst damit wird auch ein vorausschauendes Regierungs- und Verwaltungshandeln möglich«, so Matthias Flügge.

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Dr. Matthias Flügge, Geschäftsbereichsleiter Digital Public Services, Fraunhofer FOKUS Tanja Föhr/ Fraunhofer FOKUS

Digitale Vernetzung von Staat und Gesellschaft – Aktuelles aus der FOKUS-Forschung

Im anschließenden Beitrag »Digitale Vernetzung von Staat und Gesellschaft – Vernetzte Sicherheit« von Prof. Ulrich Meißen, Geschäftsbereichsleiter Vernetzte Sicherheit, ging es um die Sicherheit in Zeiten zunehmender Vernetzung. Auf der einen Seite nimmt die Vulnerabilität, also die Verwundbarkeit bei Angriffen, der Gesellschaft immer stärker zu. Auf der anderen Seite kann die Digitalisierung durch eine durchgängige Vernetzung bei der Gefahrenabwehr zu mehr Sicherheit beitragen. »Vernetzte Sicherheit erfordert die verstärkte Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Akteuren«, sagt Prof. Ulrich Meißen.

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Prof. Dr. Ulrich Meissen, Geschäftsbereichsleiter Vernetzte Sicherheit, Fraunhofer FOKUS Tanja Föhr/ Fraunhofer FOKUS

Digitalisierung – die Sicht des BMI

Die Sicht des BMI auf die Digitalisierung stellte Peter Batt, Abteilungsleiter IT im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, dar. In seinem Vortrag ging er auf die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung unserer Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen ein. Seiner Ansicht nach gelten die Grundwerte und Regeln einer Gesellschaft auch im Zeitalter der Digitalisierung. Das System Gesellschaft sei vernetzt – alles hänge mit allem zusammen. Die gesellschaftlichen Subsysteme – Legitimation, Gemeinschaft, Wirtschaft und Politik – werden durch ein gemeinsames Wertesystem mit gemeinsamen Regeln zusammengehalten. Als Fazit seines Vortrags stellte Peter Batt fest, dass Sicherheit für unsere Gesellschaft elementar ist, da dadurch Vertrauen erzeugt wird.

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Peter Batt, Abteilungsleiter Informationstechnik, Digitale Gesellschaft und Cybersicherheit, IT-Direktor, Bundesministerium des Innern Tanja Föhr/ Fraunhofer FOKUS

Zusammenwirken von staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren im Kontext der öffentlichen Sicherheit

Den Abschluss der Session bildete der Vortrag von Gregor Lehnert, Präsident des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft. Er beschäftigte sich mit dem Thema »Zusammenwirken von staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren im Kontext der öffentlichen Sicherheit«. Seiner Ansicht nach wird die Digitalisierung zu einem höheren Sicherheitsniveau in Deutschland beitragen. Dies wird jedoch nicht ohne IT-Sicherheit, redundante Stromversorgung und Breitbandausbau möglich sein. Allerdings sei das größte Sicherheitsrisiko in einem Unternehmen der Mensch.

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Gregor Lehnert, Präsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft e. V. Tanja Föhr/ Fraunhofer FOKUS