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Triangulum

Triangulum

01. Febr. 2015 bis 01. Febr. 2020

Unter dem Motto „Three Point Project: Demonstrate. Disseminate. Replicate“ werden im Projekt Triangulum innovative Stadtentwicklungskonzepte neu- und weiterentwickelt und anschließend in verschiedenen Partnerstädten repliziert. Ziel ist es, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken sowie die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. Ein weiteres Ziel ist es, die Effizienz im Bereich Elektromobilität zu erhöhen.

Im Rahmen von Triangulum zeichnen sich die Städte Manchester (Großbritannien), Eindhoven (Niederlande) sowie Stavanger (Norwegen) durch die Konzeption oder Umsetzung innovativer und umfangreicher Smart City Lösungen aus. In diesen »Vorreiterstädten« werden Smart City Konzepte umgesetzt, optimiert sowie standardisiert und anschließend auf weitere Städte – »Follower-Städte« –übertragen. Diese stellen das Versuchsfeld für die Replikation der Smart City Konzepte aus den Vorreiterstädten dar. Die Follower-Städte im Projekt Triangulum sind Leipzig (Deutschland), Sabadell (Spanien) und Prag (Tschechien).


Entwicklungsschwerpunkte

Triangulum setzt zwei Entwicklungsschwerpunkte: Neben der Entwicklung eines Leitfadens in Form eines »Smart City Framework« entwickeln Wissenschaftler von Fraunhofer FOKUS eine Smart City IKT Referenzarchitektur.

Das Smart City Framework dient als Grundlage für Städte, um bestehende Konzepte auf die jeweiligen Standortbedingungen anzupassen. Dafür können die Städte bei der Implementierung auf Erfahrungen, bereits erfolgreich eingesetzte Technologien, Geschäftsmodelle und Stakeholder-Strukturen aus den Vorreiter-Städten zurückgreifen. Das Smart City Framework besteht aus zwei Hauptelementen – einem Assessment-Tool sowie einer Projektentwicklungsrichtlinie: Das Assessment-Tool enthält eine Reihe an Indikatoren für Smart Cities sowie eine Checkliste wichtiger Schlüsselfelder für die intelligente Stadtentwicklung. Außerdem nutzt es eine Methodik, um die besten lokalen Ausgangspunkte für die Implementierung von Smart City-Lösungen zu identifizieren. Die Projektentwicklungsrichtlinie listet bewährte intelligente Stadtmodule (Cluster integrierter Technologien für Energie, Verkehr, Informations- und Kommunikationstechnologie IKT), Geschäftsmodelle und Stakeholder-Strukturen detailliert auf.

Die Smart City IKT Referenzarchitektur erfasst alle zu integrierenden IKT-Komponenten. Darüber hinaus ermöglicht sie die Standardisierung, Vernetzung und Replikation von einzelnen Technologien, zum Beispiel für städtische Energie-, Gebäude- oder Mobilitätstechnologien. Dieser von Wissenschaftlern von Fraunhofer FOKUS entwickelte Modell-Ansatz soll es anderen Städten erleichtern, bereits bestehende Konzepte oder Bausteine in die eigene Infrastruktur zu integrieren.

Im Rahmen von Triangulum sind der kontinuierliche Austausch mit den Partnerstädten sowie der Dialog mit Stadtverwaltungen und Bürgern ein wichtiges Element. Dadurch erfolgen neben der theoretischen Forschungsarbeit auch eine praktische Anwendung sowie eine Evaluation der Anwendbarkeit des Modells.

Projektpartner und Förderung

Das Projekt Triangulum wird im Rahmen der EU-Initiative „Horizon2020“ gefördert. Das Projekt-Konsortium vereint das Know-How von 22 Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Städten aus sechs verschiedenen Ländern. Die Leitung übernimmt das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Durch das von der Fraunhofer-Gesellschaft initiierte Morgenstadt-Netzwerk wird die Vernetzung zusätzlich gefördert.

Die enge Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern sowie mit Förderern wie der Europäischen Innovationspartnerschaft oder der Europäischen Kommission fördert die Vernetzung von Smart City Projekten und Ideen auf europäischer Ebene. Durch die Integration sozialer Wertemodelle ist der Entwicklungsprozess durch einen kontinuierlichen Dialog mit Bürgern der Partnerstädte gekennzeichnet – die zukünftige Anwender von Smart City Lösungen werden unmittelbar involviert. Langfristig hat das Projekt den Anspruch, Konzepte zu entwickeln, die von Subventionen unabhängig sind und somit gleichzeitig wirtschaftliche Impulse in den Regionen setzen können.