Urkundenübergabe BMWI-Wettbewerb
(v.r.n.l.): Staatssekretär Dr. Ulrich Nussbaum übergibt Prof Dr. Dr. h.c. Frank Leymann, Universität Stuttgart, die Urkunde des Innovationswettbewerbs KI des BMWi. BMWi/ Bildkraftwerk Kurc

Fraunhofer FOKUS erfolgreich beim KI-Innovationswettbewerb des BMWi

Meldung vom Do., 19. September 2019

Über 130 Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft haben Konzeptideen für den Innovationswettbewerb »Künstliche Intelligenz (KI) als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eingereicht. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden am 19. September von Staatssekretär Dr. Ulrich Nussbaum bekanntgegeben. Auch das Projekt Plattform und Ökosystem für quantenunterstützte Künstliche Intelligenz (PlanQK) hat sich beteiligt und wird nun mit mehr als elf Millionen Euro über drei Jahre gefördert. Fraunhofer FOKUS ist an fünf Anwendungsfällen im Projekt beteiligt.

Im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs will das BMWi herausragende Ansätze für die Anwendung von KI in wichtigen Sektoren der deutschen Wirtschaft fördern. Das PlanQK-Projekt will dabei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Nutzung entsprechender Technologien und Konzepte unterstützen. Ziel des Projektes ist es, eine Plattform für quantenunterstützte Künstliche Intelligenz – kurz QKI – zu entwickeln.

Die Plattform soll zur Schaffung und Förderung eines Ökosystems aus Künstlicher Intelligenz- und Quantencomputing-Spezialisten, Entwicklern konkreter QKI-Anwendungen sowie Nutzern, Kunden, Dienstleistern und Beratern beitragen.

Fraunhofer FOKUS arbeitet zusammen mit den 14 Projektpartnern an der Umsetzung verschiedener Anwendungsfälle aus drei typischen Bereichen: »Prognose und Klassifizierung«, »Wartung und Erkennung« sowie »Planung und Optimierung«. Unter anderem sollen dabei KI-basierte Lösungen entwickelt werden – z. B. zur Prognose und Klassifizierung von Anomalie- und Betrugserkennung im Finanzsektor, für die Wartung in der Industrie und im öffentlichen Personennahverkehr, die Instandhaltung der Stadtmöblierung (wie z. B. Parkbänken, Straßenlaternen) oder des Straßenzustands, die Optimierung von Produktionslinien in der Industrie oder die Vernetzung und Steuerung von Industriekomponenten.

Darüber hinaus erweitert Fraunhofer FOKUS die PlanQK-Plattform um ein semantisches Management des Wissens, so dass dieses auch maschinenlesbar und interpretierbar für KI-basierte Funktionen zur Verfügung steht. Mit einer semantischen Suche lassen sich so Akronyme wie z. B. »ANN« als »Artificial Neural Networks« auflösen.

Die PlanQK-Plattform liefert damit die technische Basis für den Aufbau einer Community für quantenunterstützte Künstliche Intelligenz. Die zentralen Elemente sind dabei QKI-Algorithmen, Applikationen sowie Datenpools, die aus verschiedenen Quellen stammen können.

Prof. Dr. Adrian Paschke, Projektleiter PlanQK bei Fraunhofer FOKUS sagt: »PlanQK als erstmalige Wissensplattform und Marktplatz für (Q)KI-Algorithmen und deren Anwendungen erleichtert Nutzern zum einen den offenen Wissenszugang und unterstützt zum anderen mit einem (Q)KI-as-a-Service Ansatz die Schaffung eines neuen Markplatzes. Wir freuen uns sehr, diesen Wissenstransfer aus der Quanten Computing- und KI-Forschung in die Anwendung und Praxis unterstützen zu können.«