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Matthias Heyde/ Fraunhofer FOKUS

E-Government: Vom Abstieg zum Aufstieg?

News vom 18. Nov. 2015

Immer wieder wird dem E-Government eine entscheidende Rolle bei der Verwaltungsmodernisierung zugesprochen. Doch von den stets postulierten Effizienzgewinnen durch digitale Angebote ist nichts zu sehen. In einem umfangreichen Gutachten hat das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) für den Nationalen Normenkontrollrat (NKR) die deutsche E-Government-Landschaft unter die Lupe genommen.
Dr. Johannes Ludewig, Vorsitzender des NKR, hat die Ergebnisse heute im Rahmen der IT-Gipfel-Auftaktveranstaltung »Staat 4.0 - Digital, Souverän, Innovativ!« vorgestellt. Während Bund, Länder und Kommunen jedes Jahr etwa 13 Milliarden Euro für IT ausgeben, kommt E-Government bei den Bürgerinnen und Bürgern in der Fläche nicht an. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Zugang zu den vorhandenen Online-Angeboten ist dabei das geringste Problem: das Angebot selbst ist dünn, stiftet kaum Mehrwert für die Nutzer, bieten keine Vertrauen stiftenden Informationen über den Verfahrensablauf und nutzt fast keine übergreifenden Komponenten. Solange die Angebote keine Mehrwerte bringen, werden sie auch nicht genutzt und gewünschte Einspareffekte bleiben aus. Handlungsspielräume für den Ausbau der Angebotsvielfalt und -attraktivität entstehen so nicht.

Wie sich die E-Government-Landschaft heute darstellt und welche Möglichkeiten es gibt, den Teufelskreis aus schwacher Nutzung und geringem Angebot zu durchbrechen, können Sie ab heute in dem White Paper »E-Government in Deutschland: Vom Abstieg zum Aufstieg« nachlesen.