FOKUS, re:publica
Mo., 06. Mai 2019 bis Mi., 08. Mai 2019 – Berlin

re:publica 2019 und Netzfest

Die re:publica ist die größte Konferenz zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft in Europa. Mehr als 19.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 80 Ländern kamen auf der re:publica 18 an den drei Konferenztagen in Berlin zusammen, um aktuelle Fragestellungen der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Zudem feierte die re:publica vom 14. -15. Dezember 2018 in Ghanas Hauptstadt Accra Premiere und veranstaltet als strategischer Partner des Deutschlandjahres USA fünf Events in Amerika. Die diesjährige re:publica findet vom 6. - 8. Mai 2019 in Berlin statt. Die Gesellschafterinnen und Gesellschafter der re:publica GmbH, newthinking communications und Spreeblick Verlag, engagieren sich seit über einem Jahrzehnt in den Bereichen Netzpolitik, Digitalkultur und digitale Gesellschaft.

Fraunhofer FOKUS bietet am 4. Mai einen Workshop auf dem »Netzfest« an und ist am 6., 7. und 8. Mai mit Vorträgen und Diskussionsbeiträgen auf der re:publica vertreten.

4. Mai: Workshop »Funkende Dinge – Sensornetze für Alle«

Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr das »Netzfest – Das digitale Volksfest« am 4. und 5. Mai 2019 im Park am Gleisdreieck (Ostpark) und in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums statt. Nach dem großen Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr mit über 10.000 Besucherinnen und Besuchern, veranstaltet das re:publica-Team auch in diesem Jahr das »digitale Volksfest« mit einem vielfältigen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Darunter interaktive Workshops für Jung und Alt, spannende Vorträge rund um digitale Themen und Live-Musik – u.a. vom Pop-Duo Children und Singer-Songwriter Moritz Krämer – und vieles mehr. Gratis. Draußen. Für alle.

Samstag, 4. Mai 2019

13:00 Uhr - 13:45 Uhr

Workshop in der Programmkategorie Science & Education, im Workshop-Zelt

Mit Jens Tiemann, Fabian Manzke vom »Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)«

Workshop-Inhalt

Mobilfunk und WLAN sind weit verbreitet und werden immer schneller. Die Vernetzung der vielen kleinen funkenden Dinge im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) erfordert jedoch auch andere Qualitäten.

Niedriger Energieverbrauch kombiniert mit hoher Reichweite sind hier entscheidend. Dafür ist jetzt eine neue Familie sogenannter Low Power Wide Area - Funknetze (LPWAN) verfügbar, die wir kurz vorstellen wollen.

Die Eigenschaften dieser neuen Netze sind für Einsatzgebiete interessant, bei denen die gelegentliche Datenübertragung kleiner Datenmengen im Mittelpunkt steht, wie beispielsweise die Funkanbindung von Umwelt-Sensoren der Smart City.

Insbesondere mit der LoRaWAN-Technik lassen sich einfach großflächige Sensornetze aufbauen, ob als private Netze von Firmen oder als öffentliche Infrastrukturen. LoRaWAN kann mit »The Things Network« zugleich auch in einer Community-Variante genutzt werden, bei der einzelne private Gateways zu einem großen, gemeinsam nutzbaren Netz verknüpft werden. Auf diese Weise können Initiativen, Schulen und auch interessierte einzelne Nutzerinnen und Nutzer mit wenig Aufwand und ohne laufende Kosten ihre Sensoren in IT-Projekte einbinden. So lassen sich die Möglichkeiten des Internets der Dinge in der smarten Stadt/Region ausprobieren oder nutzen. Wir zeigen die ersten Schritte für den Einstieg und haben zur Ansicht unsere Wetterstation und typische Bastelboards dabei.


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6. Mai: Diskussion »In der Schlagwortfalle: Digitalisierung, Energiewende, Big Data und was hat das mit mir zu tun?«

Montag, 6. Mai 2019

13:45 Uhr - 14:45 Uhr

Stage 3

Partner: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Es diskutieren: Cosima Osang, Christian Jacob, Mechthild Zumbusch, Christian Bogatu, Veronika Brandt und Alexander Willner.

Buzzwords sind schwer in Mode. Manche beschreiben Prozesse, manche Ziele, manche sind schlichte Platzhalter. Energiewende, Digitalisierung, Big Data, etc. pp. In der Session wollen wir einen Blick hinter diese Schlagwörter werfen und den Zusammenhang zwischen den gesellschaftlichen Transformationsprozessen Energiewende und Digitalisierung diskutieren. Dabei soll die Frage im Mittelpunkt stehen, wie der einzelne Mensch von diesen Prozessen heute, morgen und übermorgen betroffen sein wird.

Ausgehend vom Schaufenster für intelligente Energie - WindNODE - stellen sich Expertinnen und Experten aus der Energie- und Digitalwirtschaft die Frage, welche Veränderungen, Chancen und Risiken sich durch die digitale Energiewende ergeben.

Part I

Lightning Talks von:

  • Cosima Osang, WindNODE-Projektleitung: WindNODE. Das Schaufenster für intelligente Energie aus Nordostdeutschland: Energiewende durch Digitalisierung und Beteiligung
  • Christian Jacob, Stromnetz Berlin: Das Open Data Portal - Mehrwert von offenen Daten für das Stromnetz und seine Nutzer
  • Mechthild Zumbusch, Berliner Energieagentur: Discover Smart City Berlin – Digital zu den smarten Orten der Stadt

Part II

Diskussion »Digitalisierung, Energiewende, Big Data und was hat das mit mir zu tun?«

  • Christian Bogatu, Fresh Energy
  • Veronika Brandt, Bosch Software Innovations
  • Alexander Willner, Fraunhofer FOKUS

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7. Mai: Vortrag »(un)regierbarer digitaler Staat?«

Dienstag, 7. Mai 2019

13:45 Uhr - 14:45 Uhr

Stage 2

Vortrag: »(un)regierbarer digitaler Staat?«

Prof. Dr. Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer FOKUS

Wenn alles im »Umbruch« ist, stellt sich die Frage, inwieweit wir Staat noch im digitalen Zeitalter brauchen. Oder können die Kernaufgaben auch durch neue technologisch fundierte Modelle erledigt werden? Wenn wir den Staat noch brauchen, wie muss sich dieser organisieren und wo sind die Hebel für einen erfolgreichen menschenzentrierten Einsatz von Technologie.

Wie kann Steuerungskapazität in Zeiten der Umbrüche gewährleistet werden? Trotz dezentraler verteilter Netzstruktur erleben wir zunehmende Konzentration auf einige wenige Plattformen wie Google, Facebook, Amazon und Co. Die überzeichneten Hoffnungen einer offenen Social Media Nutzung endeten in einer Mixed Media Kombination, welche zu einer Emotionalisierung und Polarisierung der politischen Debatten geführt hat. Der Staat und seine Institutionen wären nun besonders gefordert, haben aber selbst ihre »Hausaufgaben« nicht gemacht, wie in den unterschiedlichen Rankings zu sehen ist. Um die Leistungsfähigkeit wieder zu heben, werden im Talk drei wesentliche Hebel beleuchtet: (Teil)Automatisierung von Verwaltungshandlung und die Notwendigkeit von dem Digital als authentische Quelle, die Nutzung der Daten für evidenzbasierte Politik und Verwaltung, mit dem Ziel einer breiten Nutzung von Daten durch Wirtschaft und Gesellschaft, Rahmenbedingungen für eine neue Verwaltungskultur, die Kooperation und Innovation ermöglicht und fördert.


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8. Mai: Vortrag »Vorsichtiger Souverän – Bürgerschaft im digitalen Staat?«

Mittwoch, 8. Mai 2019

12:00 Uhr - 12:30 Uhr

Bühne der »Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft«, Partner: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Vortrag: »Vorsichtiger Souverän – Bürgerschaft im digitalen Staat?«

Dr. Mike Weber, stellv. Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer FOKUS

Die Digitalisierung stellt klassische Strukturen in Frage, das macht auch nicht vor Staat und Verwaltung halt. Wie wandelt sich das Verhältnis von Bürger*innen zum Staat und umgekehrt? Kann Technologie Partizipation befördern und das Vertrauen in den Staat stärken? Was kann der Staat tun, um Technologien vertrauenswürdig zu gestalten? Und: Wie verändern sich in der digitalen Transformation unsere Erwartungen an den Staat?


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