DIHK

Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Im Rahmen einer langjährigen strategischen Kooperation berät Fraunhofer FOKUS den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bei der Definition seiner E-Government- und IT-Strategie. Die IHKs sollen so zum einen auf grundlegende Anforderungen des E-Governments in Deutschland vorbereitet werden. Zum anderen ist es Ziel, die informationstechnischen Grundlagen zu schaffen, um den Erwartungen der IHK-Mitglieder an eine zukunftsgewandte und effiziente Organisation mit innovativen und kundenorientierten Angeboten gerecht zu werden.

FOKUS hat den Aufbau einer organisationsweiten IT-Steuerungsinstanz, das „eIHK-Projektbüro“, wissenschaftlich begleitet. Dabei wurde eine E-Government-Referenzarchitektur entwickelt und basierend auf dieser eine Musterarchitektur für öffentlich betriebene Register.  Diese ist Element des umfassenden Architekturmanagementkonzepts der „IHK-Registerfabrik“. Ziel der IHK-Registerfabrik ist es, durch die Definition einer Referenzarchitektur für Registeranwendungen und durch die Standardisierung der Entwicklungsprozesse die Umsetzung von Registerprojekten in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Umsetzungsgeschwindigkeit zu optimieren und kammerweit Entwicklungsprozesse zu harmonisieren.

Auf der Grundlage der IHK-Registerfabrik wurden mehrere öffentliche Register entwickelt, so z. B. das Register für Finanzanlagenvermittler, das Register für Honorarfinanzanlagenvermittler oder das Register für Organisationen, die nach der Umweltverordnung EMAS („Eco-Management and Audit Scheme“) zertifiziert sind. FOKUS hat diese Umsetzungsprojekte wissenschaftlich begleitet. Im Vordergrund standen dabei die Analyse der Prozesse und fachlichen Anforderungen der IHKs, die Konformität zur E-Government-Referenzarchitektur, die ergonomische Gestaltung von Benutzeroberflächen sowie ein durchgängiges Akzeptanz-Management, z. B. durch die Moderation des Erfahrungsaustausches und Anforderungsdiskurses zwischen den Kammern, dem DIHK und den IT-Dienstleistern.