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Fraunhofer FOKUS

Kreativwirtschaft diskutiert bei FOKUS ihre Digitalisierungschancen

News vom 07. Okt. 2014

Auf Einladung der eBusinesslotsen Berlin und Mitteldeutschland trafen sich am 1. Oktober rund 80 Vertreter der Kreativwirtschaft im Fraunhofer-Institut FOKUS unter der Fragestellung "Wie arbeiten wir sicher und erfolgreich mit unseren digitalen Gütern?". Auf der Agenda standen neue digitale Geschäftsmodelle, rechtliche Rahmenbedingungen, elektronische Arbeitsprozesse sowie neue Trends und Technologien. Für anregenden Austausch sorgte das interdisziplinäre Plenum aus Juristen, Film- und Musikschaffenden, Informatikern, Ökonomen, Bibliotheken, Verlagen und Branchenverbänden.

Einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts FfK Enigma zufolge spielt die Digitalisierung für den deutschen Mittelstand bisher nur eine untergeordnete Rolle. Die Kreativwirtschaft, die maßgeblich von Mittelständlern geprägt ist, zählt zwar zu den fortschrittlichsten Branchen im Digitalisierungsprozess, ist aber auch besonders stark von den Folgen der Entwicklung betroffenen. Produkte wie Bilder, Musik und Filme werden in sehr weiten Teilen digital vermarktet, wodurch der Innovationsdruck konstant hoch ist. Gleichzeitig bietet Informationstechnologie den Kreativen aber auch überdurchschnittliche Chancen: von der Projektplanung über die Nutzung von IT für die Produktion ihrer Güter bis hin zur Vermarktung. Der Paradigmenwechsel ist längst noch nicht abgeschlossen und wird die Zukunft der Branche auch weiterhin maßgeblich bestimmen.

Ziel des Events war es, Vorbehalte und Ängste abzubauen und konkrete Fragen zu Applikationen, Formaten, Plattformen, Diensten und Standards zu diskutieren. Nach Workshops zu Themen wie „Design Thinking“, „Die Digitalisierung der Film und Musikbranche“ oder „Optimierung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen“ kamen zum Abschluss noch einmal Vertreter aus Politik, Kreativwirtschaft und Forschung aufs Podium, um Fragen zur Zukunft der Branche gemeinsam mit dem Publikum zu diskutieren.
Eingeladen hatten der eBusinesslotse Mitteldeutschland, unter Federführung der Universität Leipzig, die seit vielen Jahren eng mit der Kreativwirtschaft zusammenarbeitet, sowie der eBusinesslotse Berlin, geleitet vom Fraunhofer-Institut FOKUS, das mit über 25 Jahren Digitalisierungs-Erfahrung in unterschiedlichsten Domänen eine Menge Know-how mitbringt. Die regionalen eBusiness-Lotsen stellen im Rahmen der Initiative "eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen" bundesweit anbieterneutrale und praxisnahe IKT-Informationen für Unternehmen, insbesondere für KMU und Handwerk, zur Verfügung. Das "eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen" ist eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft im Schwerpunkt Mittelstand Digital.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von Piranha Arts AG, der Berlin Music Commission, der media.net berlinbrandenburg und dem Institut für Angewandte Informatik e.V. (InfAI) An-Institut der Universität Leipzig.