Konferenz zu Bevölkerungsschutz und sozialen Medien bei Fraunhofer FOKUS

Meldung vom Mi., 23. Oktober 2013

Vom 30. Oktober bis 01. November 2013 ist Fraunhofer FOKUS in Berlin Gastgeber der englischsprachigen Konferenz “Öffentliche Warnungen und soziale Medien in Krisensituationen und Katastrophen”. Internationale Experten aus Industrie, öffentlicher Verwaltung und Forschung berichten und diskutieren über den Einsatz neuer Medien wie Facebook und Twitter für die Warnungen der Bevölkerung.

Wie können Menschen in Gefahrensituation schnell und effektiv gewarnt werden? Seit dem Anschlag auf den Boston-Marathon im April dieses Jahres und den aktuellen Hochwassern in Deutschland wird zunehmend die Rolle der sozialen Medien wie Facebook und Twitter für den Bevölkerungsschutz diskutiert. Die „neuen Medien” haben die Art und Weise, wie die Bevölkerung kommuniziert, radikal verändert: Immer mehr wird die etablierte Krisenkommunikation über Radio und Fernsehen durch den Informationsaustausch über mobile Kommunikationssysteme und das Internet ergänzt. An die Stelle der Informierung durch den Bevölkerungschutz tritt der Dialog mit und unter den Bürgerinnen und Bürgern.

Die Konferenz „Öffentliche Warnungen und soziale Medien in Krisensituationen und Katastrophen“ lädt Wissenschaftler, Praktiker sowie Vertreter aus Industrie und öffentlicher Verwaltung dazu ein, Chancen und Risiken neuer Kommunikationskanäle und sozialer Medien für die Krisenkommunikation zu diskutieren. Neben Vorträgen zu neuen Alarmierungstechnologien stehen dabei insbesondere auch Fragen des Verstehens und (kulturbedingten) Umgangs mit Warninformationen im Fokus, wie sie etwa im in-terdisziplinären EU-Projekt „Opti-Alert” von Ingenieuren, Soziologen, Psycholgen und Kommunikationswissenschaflern gemeinsam diskutiert werden.

Die internationale Veranstaltung wird ausgerichtet von TIEMS (The International Emergency Management Society), einem internationalem Netzwerk im Bereich des Krisen- und Katastrophenmanagements, in Kooperation mit dem Internationalem Risikorat (IRGC - The International Risk Governance Council), einer unabhängigen Stiftung zur Unterstützung von Regierungen,  Unternehmen und Organisationen im Umgang mit Risiken. Dritter Partner und Gastgeber ist das Fraunhofer-Institut für Offenen Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin, das sich unter anderem mit dem Einsatz moderner IT-Systeme für die Öffentliche Sicherheit beschäftigt und unter anderem das kommunale Bevölkerungswarnsystem KATWARN entwickelt hat.

TIEMS-Konferenz in Berlin (in Englisch)
Public Alerting and Social Media during Crisis and Disasters

30. Oktober bis 1. November 2013

Ort:
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
Kaiserin-Augusta-Allee 31
10589 Berlin

Fraunhofer FOKUS

Fraunhofer FOKUS entwickelt herstellerneutrale Lösungen für die IuK-Systeme der Zukunft. Das Berliner Institut erforscht, welchen Beitrag Information und Kommunikation leisten müssen, um das Zusammenleben komfortabler und sicherer zu gestalten und adressiert dabei wichtige Herausforderungen der gesellschaftlichen Entwicklung und der smarten Städte von morgen. Dazu zählen vor allem der Zugang zu Informationen, der nachhaltige und wirtschaftliche Umgang mit Ressourcen, vernetzte Mobilität und eine moderne öffentliche Verwaltung. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit schlägt Fraunhofer FOKUS Brücken zwischen Unternehmen, öffentlicher Verwaltung, Nutzern und Bürgern.