Gemeinsames Pressegespräch von Fraunhofer FOKUS und Deutschem Wetterdienst Katastrophenwarnsystem KATWARN warnt jetzt auch vor extremen Unwettern

Meldung vom Di., 13. November 2012

Offenbach, 13. November 2012 – Eine zentrale Voraussetzung eines erfolgreichen Katastro-phenschutzes ist die frühzeitige Warnung der Bevölkerung. Dazu will das neue Warnsystem KATWARN beitragen, das vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und dem Verband Öffentlicher Versicherer entwickelt wurde. Ab sofort wird KATWARN auch die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor extremen Un-wettern verbreiten, teilten Fraunhofer FOKUS und der DWD in Offenbach mit.
Offenbach, 13. November 2012 – Eine zentrale Voraussetzung eines erfolgreichen Katastro-phenschutzes ist die frühzeitige Warnung der Bevölkerung. Dazu will das neue Warnsystem KATWARN beitragen, das vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und dem Verband Öffentlicher Versicherer entwickelt wurde. Ab sofort wird KATWARN auch die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor extremen Un-wettern verbreiten, teilten Fraunhofer FOKUS und der DWD in Offenbach mit.

An verschiedenen Standorten wie Hamburg oder Berlin ist KATWARN bereits im Einsatz. In Unglücksfällen warnt das System ergänzend zu den allgemeinen Informationen durch Polizei oder Feuerwehr die betroffenen Bevölkerungsgruppen per SMS, E-Mail oder als iPhone-App. Ab heute versendet die KATWARN-App zusätzlich auch Unwetter-Warnungen. „Mit dem Warnkanal des Deutschen Wetterdienstes deckt KATWARN jetzt eine große Bandbreite an Gefahrensituationen ab. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem umfassenden kommunalen Warndienst und sorgt dafür, vernetzte Sicherheitstechnologien im Leben der Bürger zu ver-ankern“, so Dr. Ulrich Meissen vom Fraunhofer FOKUS. Das Besondere an KATWARN ist, dass es die Warnungen postleitzahlengenau an die angemeldeten Nutzer übermittelt. Auf diese Weise erreicht das System die Menschen z. B. im Haushalt, Büro oder unterwegs und sorgt dafür, dass sie rechtzeitig Fenster schließen oder sich an einen sicheren Ort begeben.

Hans-Joachim Koppert, Mitglied des Vorstands des DWD, betonte, dass es auch in Deutsch-land zu gefährlichen Unwettern mit katastrophalen Folgen kommen kann. Er erinnerte an die Elbeflut des Jahres 2002, den Hitzesommer 2003 und den Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007. Wichtig sei deshalb, sich darauf bestmöglich vorzubereiten durch einen gut aufgestellten Katastrophenschutz, aufmerksame und initiative Bürgerinnen und Bürger und die frühzeitige Warnung der Bevölkerung vor gefährlichen Unwettern. Diese Information und Alarmierung der Bevölkerung durch amtliche Unwetterwarnungen ist die gesetzliche Aufgabe des DWD. Dessen Warnungen sind Teil des staatlichen Warnmanagements und der Katastrophenvorsorge. Der DWD müsse heute ein- bis zweimal pro Monat vor einem extremen Unwetter warnen – das ist die höchste Warnstufe. Damit seien dann oft lokal oder auch regional dro-hende Unwetterkatastrophen mit Gefahren für Menschenleben und dem Risiko größerer Schäden verbunden. Genau solche amtlichen Warnungen vor extremen Unwettern verteilen das neue Warnsystem KATWARN und die dazu entwickelte App ab sofort aktiv an alle an-gemeldeten Bürgerinnen und Bürger. Koppert: „Die besondere Leistung von KATWARN ist, dass die Bürger vor einer drohenden Gefahr aktiv gewarnt, darauf aufmerksam gemacht werden – und sich nicht von Anfang an selbst informieren müssen.“ KATWARN unterstütze damit den gesetzlichen Auftrag des Deutschen Wetterdienstes. Zugleich werde das soge-nannte Single-Voice-Prinzip gestärkt. In Gefahrensituationen müssten alle Unwetterwarnun-gen vom DWD kommen, um eine einheitliche und widerspruchsfreie Information der Bevöl-kerung und der Behörden sicherzustellen. KATWARN fördere das und sei damit ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge in Deutschland.