IBC 2012: Bildschirminhalte passgenau verzerrt

Meldung vom Mi., 29. August 2012

Fraunhofer FOKUS präsentiert auf der IBC 2012 (Halle 8, Stand B80) sein neues Verfahren zum Desktop-Warping von Inhalten auf beliebig geformte Flächen. Damit können Desktopinhalte von jedem Computerprogramm direkt auf geometrisch komplexe, gekrümmte Flächen angepasst und projiziert werden. Die nötigen Berechnungen zur Angleichung von Helligkeit und Geometrie finden dabei auf der Grafikkarte statt, was eine Darstellung ohne Zeitverzögerung ermöglicht und Capture-Karten oder Warping-Boxen überflüssig macht.

Fraunhofer FOKUS präsentiert auf der IBC 2012 (Halle 8, Stand B80) sein neues Verfahren zum Desktop-Warping von Inhalten auf beliebig geformte Flächen. Damit können Desktopinhalte von jedem Computerprogramm direkt auf geometrisch komplexe, gekrümmte Flächen angepasst und projiziert werden. Die nötigen Berechnungen zur Angleichung von Helligkeit und Geometrie finden dabei auf der Grafikkarte statt, was eine Darstellung ohne Zeitverzögerung ermöglicht und Capture-Karten oder Warping-Boxen überflüssig macht.

Flugsimulatoren, Kontrollräume, Multimedia-Installationen: sie erfordern häufig ein komplexes Setup aus mehreren, zum Cluster zusammengeschlossenen Projektoren, von denen der Medieninhalt auf gekrümmte Oberflächen projiziert wird. Dabei soll das entstehende Bild möglichst nahtlos die Fläche ausfüllen und für den Zuschauer ein natürliches visuelles Erlebnis bieten. Mit der Autokalibrierungssoftware, die Bestandteil des Medienplayers von FOKUS ist, wird dies für bestimmte Medieninhalte problemlos möglich. Mit der Software werden Videoinhalte am PC automatisch an die zu bespielende Oberfläche angepasst, entzerrt (Warping), und in Helligkeit entsprechend angeglichen (Blending). Bisher wurde der Medienplayer von FOKUS nur für die Projektion von bestimmten Inhalten, wie z. B. Filmen, Bildern, Texten und einzelnen 3D-Objekten, eingesetzt. In manchen Fällen sollen allerdings beliebige andere Desktopinhalte, wie zum Beispiel Computerspiele oder Simulationen, dargestellt werden. Wollte man diese bisher auf einer Projektionsfläche abspielen, musste eine sogenannte Warping-Box oder eine Capture-Card in einem zweiten Rechner zwischen die Grafikkarte und den Projektor geschaltet werden, auf der das Warping und Blending stattfand. Durch die zusätzlich zwischengeschaltete Hardware entstand jedoch eine Verzögerung bei der Bildausgabe. Dies ist problematisch, denn gerade bei Simulatoren und Computerspielen sollte die Reaktion möglichst schnell erfolgen, damit ein authentisches Gefühl bei der Bedienung erhalten bleibt. Das neu entwickelte Verfahren zum Desktop-Warping von Fraunhofer FOKUS bietet hier eine Lösung. Die nötige Anpassung findet dabei direkt im Treiber der leistungsfähigen Grafikkarte statt: Dieser verzerrt den Desktop, sodass er als einheitliches Bild auf der Projektionsfläche erscheint. Da hier kein „Zwischenschritt“ benötigt wird, ist die Ausgabe der Inhalte schneller und findet ohne Verzögerung statt.

Die neue Technologie von Fraunhofer FOKUS stellt somit eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zu bisherigen Lösungen dar. Die Software kann bei Simulatoren, z. B. Produktsimulationen, beim Gaming, bei Multimedia-Installationen in den Bereichen Werbung, Entertainment, bei Events, auf Bühnen sowie in Kontrollräumen eingesetzt werden. Auf der IBC in Amsterdam zeigen die FOKUS-Forscher das Desktop Warping anhand von 3-D-Projektionen auf eine Welle.